Querschnittlähmung

Paraplegiker Atemtraining

Der STMedical® als wirkungsvolles Therapiegerät
für Para- und Tetraplegiker

Querschnittgelähmte Patienten haben meistens eine läsionsabhängige Funktionseinschränkung der Atmungsmuskulatur. Bei Paraplegikern sind häufig die Bauchmuskeln und teilweise die Zwischenrippenmuskeln des Thorax nicht mehr innerviert. Bei Tetraplegikern kommt ein Ausfall der meisten exspiratorischen Atmungsmuskeln und einigen inspiratorisch wirksamen Hilfsmuskeln dazu. Das Abhusten von Sekret wird dadurch markant beeinträchtigt. Atemwegskomplikationen nehmen daher mit steigender Lähmungshöhe zu. Infolgedessen wird die Lebensqualität eingeschränkt und die Mortalität substantiell erhöht.

Ausdauer und Kraft der noch zur Verfügung stehenden
Atmungsmuskulatur verbessern

Steht weniger Atmungsmuskulatur für die tägliche Atmungsarbeit zur Verfügung, muss diese umso intensiver arbeiten. Daher sollte die Ausdauer und Kraft dieser noch zur Verfügung stehenden Muskulatur möglichst gut sein. Untersuchungen zeigen, dass Dyspnoe während körperlicher Betätigung oder der Bedarf an Beatmungsgeräten während der Nacht durch eine Atmungstherapie mit dem STMedical® reduziert werden können.

Entzündungsherde verringern durch Expektoration

Die Kraft der Ein- und Ausatmungsmuskulatur ist zentral um Sekret selbständig abzuhusten und daher Entzündungsherde möglichst zu reduzieren.

So funktioniert die Atmungstherapie

Der STMedical® kann einfach und effektiv in die Rehabilitation integriert werden. In der Therapie werden durch forciertes Ein- und Ausatmen Zwerchfell-, Bauch-, Zwischenrippen-, Brust-, Hals-, Nacken- und Rückenmuskulatur gezielt angesprochen. Ausdauer-, Kraft- und Koordinationsdefizite werden so effektiv angegangen. Optimal findet die Einweisung durch medizinisches Fachpersonal (in unserer Sprechstunde) statt. Dank der einfachen Bedienung kann der STMedical® schon nach kurzem selbständig und überall eingesetzt werden Eine regelmässige Anwendung steigert den Erfolg.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur STMedical® Atmungstherapie

Wissenschaftliche Studien konnten sowohl bei querschnittgelähmten Patienten als auch bei Rennrollstuhlathleten eine signifikante Verbesserung der Lungenfunktion und Atmungsmuskelausdauer feststellen. Ebenso wurde bei den Patienten die Kraft der Atmungsmuskulatur erhöht und die Komplikationsrate vermindert.

Generelle Hinweise zum Einsatz des STMedical®
bei Querschnittgelähmten

  • Die STMedical® Atmungstherapie kann bei querschnittgelähmten Personen unter Berücksichtigung einiger wichtiger Hinweise sowohl stationär und ambulant in Klinik und Therapie wie auch selbständig zu Hause durchgeführt werden.
  • Grundsätzlich sollte auf eine möglichst aufrechte und gerade Sitzposition geachtet werden. Eine gebeugte Haltung schränkt den ohnehin limitierten Bewegungsumfang weiter ein und erschwert das Atmen zusätzlich.
  • Tetraplegiker brauchen oft einen Ständer für die Basisstation und das Handgerät.
  • Durch die STMedical®-Therapie können Lungensekret– und -schleim mobilisiert werden. Um ein effektives Abhusten zu gewährleisten, sind deshalb insbesondere zu Beginn die Einheiten unter Aufsicht durchzuführen.
  • Als Kontrollvariable ist empfohlen, in den ersten Einheiten die alveoläre Kohlendioxidkonzentration (entspricht dem PetCO2) zu messen.
  • Keine Therapieeinheit bei Infekten der Atemwege, Halsschmerzen, Erkältungen, Husten etc. Dauer, Häufigkeit und Intensität der Therapieeinheiten
  • Die Dauer sollte zu Beginn kurz gehalten werden (ca. 2-3 Min.). Im Verlaufe der Therapie wird die Dauer kontinuierlich (ca. + 1 Min. pro Einheit) bis zu einer Zieldauer von ca. 15-30 Min. gesteigert. Einzelne Einheiten können auch in mehrere kurze Blöcke aufgeteilt werden (z.B. 1 x 20 Min. oder 2 x 10 Min.). Wird ein gegebenes Intensitätslevel über längere Zeit durchgehalten, kann die Atmungsfrequenz gesteigert werden.
  • Die STMedical®-Therapie wird dann effektiv, wenn sie regelmässig (4-5 Einheiten pro Woche) und über mehrere Wochen durchgeführt wird. Durch Aufsicht und Kontrolle kann die Motivation und Durchführungsqualität optimiert und dadurch die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Therapie weiter erhöht werden.
  • Zur Bestimmung der Geräteparameter wie Beutelvolumen und Atemminutenvolumen sollten vorgängig sowohl die Vitalkapazität (VC) als auch der Atemgrenzwert (MVV) gemessen werden.
  • Idealerweise werden VC und MVV mindestens 3 x gemessen, bevor der STMedical® eingestellt wird. Wichtig: VC und MVV sind abhängig von der Läsionshöhe. Und für Querschnittgelähmte gibt es bis dato noch keine Spirometrie – Normwerte.
  • Die Start-Atmungsfrequenz sollte bei Paraplegiker bei ca. 60% des individuellen MVV gewählt werden. Bei Tetraplegiker bei ca. 40% MVV.

Facts

• Signifikante Verbesserung der Atmungsmuskelausdauer
• Signifikante Verbesserung der Kraft der Ein- und Ausatmungsmuskulatur
• Signifikante Abnahme des Auftretens von Atemwegskomplikationen

Wissenschaftliche Dokumente:

  • G Mueller, C Perret, CM Spengler, J Rehabil Med 2006; 38:381-386.
  • S Van Houtte, Y Vanlandewijck, C Kiekens, CM Spengler, R Gosselink, J Rehabil Med 2008; 40:119-125.
  • G Mueller, C Perret, MT Hopman, Clin J Sport Med 2008; 18:85-88
  • S Vergès, P Flore, G Nantermoz, PA Lafaix, B Wuyam, Int J Sports Med 2009; 30(7):526-532

Bei Lungenkrankheit und Verschreibung vom Pneumologen (Facharzt für Lungenerkrankungen) zahlt die Krankenkasse den Kauf eines STMedicals

Ist Ihre Lunge nicht erkrankt fragen Sie Ihren Facharzt, ob er den STMedical trotzdem verschreiben würde.

So ist die Abwicklung:

Lassen Sie von Ihrem Arzt das Verordnungsformular –
STMedical® ausfüllen und unterschreiben… hier…

Wenn ein Facharzt das Formular ausfüllt können Sie den STMedical® kaufen.
Der Kaufpreis inkl. Schulung Fr. 1’880.–.
Der Kaufpreis ohne Schulung Fr. 1’680.–.
Eine Schulung ist zu empfehlen.
Die Vorgehensweise: Haben Sie die Verschreibung von Ihrem Pneumologen erhalten, fragen Sie dann zur Sicherheit Ihre Krankenkasse an, ob sie die Kosten übernehmen. Wenn ja, können Sie mit uns einen Termin vereinbaren. Bringen Sie den Betrag von Fr. 1’880.– in unsere Sprechstunde mit. Unsere Rechnung senden Sie dann Ihrer Krankenkasse zur Zahlung an Sie zu.
Die entsprechenden MiGel Nr. 14.03.11.00.1 L und 14.03.11.03.3

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns an.

  • Sollte Ihr Arzt die Therapie ohne eine für Sie befriedigende Erklärung nicht unterstützen, melden Sie sich bei uns. Wir vermitteln Ihnen gerne einen Arzt, welcher von den positiven Effekten weiss, und beurteilen kann, ob eine Therapie mit dem STMedical® für Sie sinnvoll ist.

In Deutschland zahlt die Krankenkasse bei einer Zusatzversicherung. Klären Sie vorher ab, was übernommen wird.

Terminvereinbarung:
Für einen Termin in unserer Sprechstunde kontaktieren Sie uns per
Telefon unter 056 443 39 35, 09.00 – 18.00 Uhr
oder senden Sie uns ein eMail an info@aschudel.ch

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Atemtherapie

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Medizinische Referenzen zum STMedical:
Wissenschaftliche Publikationen